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Kloster Chelandariou Berg Athos

Weit vom Meer entfernt liegt, vesteckt in der dicht bewachsenen Umgebung und 50m ü.M., das prächtige, serbische Kloster Chelandariou. Es feiert am 21. November, an Mariä Opferung, das Fest seiner Schutzpatronin. Seinen Namen erhielt das Kloster von Chelandarios oder Chilandarios, dem Gründer einer kleinen Klause.

Ratskos, der Sohn des Serbenkönigs Stefan Nemania, kam ins Athoskloster Agios Panteleimonos und wurde dort Mönch mit dem Namen Sabbas. Die Entscheidung seines Sohnes, berührte den Vater, einen Schwager des griechischen kaisers Alexis III.Angelou, tief und er ging zu ihm auf den Athos. Sie trafen sich im Kloster Vatopediou und auch Stefan wurde Mönch und nahm den Namen Simeon an.. Auf Bitte des neuen Serbenkönigs Stefan II. übertrug Kaiser Alexis III. Komninos mit einer Goldbulle den serbischen Mönchen das zerstörte Kloster Chelandariou das bis dahin zum Kloster Vatopediou gehört hatte. Die beiden Serben bauten das Kloster wieder auf, bereicherten es mit Schätzen und machten es im 13. Jahrhundert zum geistigen und religiösen Zentrum ihres Volkes. Nach dem Tod der beiden Mönche, Sabbas war inzwischen Erzbischof von Serbien geworden, wurden sie südöstlich der Hauptkirche fbegraben und kurze Zeit später heilig gesprochen. In den folgenden Jahren erhielt das Kloster von den Serbenfürsten große Geschenke und ermeßlichen Reichtum. So hatte es bald der größten Grunbesitz auf der Athoshalbinsel nach dem Kloster Megistis Lavras. Es wurden ihm die Klausen Skorpiou, Komitissa, Kalika, Strobiläas und das Kloster Sygou angeschlossen, das an 4. Stelle der Hierarchie der Athosklöster stand und dessen Stelle dann das Kloster Chelandariou einnahm. In den Jahren 1722 und 1891 wüteten im Kloster Brände. Nach einem Besuch des Serbenkönigs Alexander Ovrenowitsch wurde das Kloster 1896 wieder aufgebaut. Nach der Befreiung Makedoniens (1913) waren die Serbenkönige für den Anschluß des Heiligen Berges an Griechenland. Heute steht das Kloster an 4. Stelle zwischen den Athosklöstern und es leben 25 Mönche dort.

Die Hauptkirche wurde im 13. Jahrhundert erbaut und im 14. Jahrhundert mit Fresken ausgemalt, die im 19.Jahrhundert übermalt wurden. So wurden leider die wunderbaren Fresken der Makedonischen Schule zerstört. Der Mosaikfußboden und der holzgeschnitzte Tempel stammen aus dem Jahre 1774 und gehören zu den bedeutensten des Athos. Zum Kloster gehören 12 Kapellen, deren eine dem hl. Georg geweiht ist und mit Fresken verziert ist.

Die Bibliothek umfaßt 800 Manuskripte, 7 Rollen und 7.000 Druckwerke. Das Refektorium wurde 1623 mit Fresken ausgemalt. In der erst in letzter Zeit erbauten Schatzkammer werden u.a. zwei mit Heiligen Kreuz Holz und ein mit Edelsteinen besetztes Kreuz, Bischofsstäbe, gestickte, tragbare Ikonen, Königsbanner, eine Münzsammlung, eine Kupferstichsammlung, wundertätige Ikonen,Meßgeräte und historische Urkunden verwahrt.

Zum Kloster Chelandariou gehören 15 Zellen in und um Karies. Darunter die Zelle Molyvokklesia mit wunderbaren Fresken des Ikonenmalers Tzortzis aus Kreta (1536-1541) und einem sehr schönen holzgeschnitzten Tempel des 17. Jahrhunderts.